
KI-optimierter lagerloser Drehgeber
Grössere Montagetoleranzen bei radialem Versatz und Verkippung – dank KI
Stillstand gibt es bei uns nicht: Durch den gezielten Einsatz von KI heben wir unsere bewährten Technologien auf das nächste Level und definieren die Grenzen von Präzision und Flexibilität völlig neu.
Innovative Weiterentwicklung mit KI
Lagerlose Drehgeber messen berührungslos: zwischen Welle und Messsystem gibt es keine mechanische Kopplung. Das macht sie robust und verschleissfrei – verlangt aber eine genaue Positionierung des Magnetgebers. Radialer Versatz und Verkippung gehen unmittelbar in die Messabweichung ein, und ein nachlassendes Lager auf Anwendungsseite verschlechtert das Signal über die Lebensdauer.
Mit der neuen Technologie reduziert Contelec diese Abhängigkeit deutlich. Ohne Kompensation gilt die spezifizierte Nichtlinearität von ≤ 0.3 % FS bis zu einem radialen Versatz von R = 1 mm, darüber nimmt die Winkelabweichung mit dem Versatz zu. KI-basierte Modelle, bei Contelec entwickelt und trainiert, halten die Nichtlinearität über den gesamten Toleranzbereich bis R = 4 mm auf ≤ 0.3 % FS (Magnetgeber Typ H, D30 x 6.5 mm).

Messdaten der Nichtlinearität bei einem Vert-X 32E über den ganzen Toleranzbereich (R = 4 mm) im Vergleich mit und ohne KI-Kompensation
Grössere Freiheiten bei Konstruktion und Montage
Innerhalb des spezifizierten Toleranzbereichs wirken sich radialer Versatz und Verkippung des Magnetgebers nicht mehr direkt auf die Messabweichung aus. Für die Konstruktion bedeutet das: geringere Anforderungen an Fertigungs- und Montagetoleranzen und mehr Spielraum bei der Integration in bestehende Bauräume.
Auch im Service wirkt sich das aus: Der Sensor lässt sich im Feld mit Standardwerkzeug tauschen, das Ausrichten entfällt.
Kompensation mechanischer Veränderungen im Betrieb
Die Modelle kompensieren eine Verkippung des Magnetgebers von bis zu 2° laufend. Das gilt auch dann, wenn die Verkippung erst im Betrieb entsteht – etwa weil das Lager auf Anwendungsseite mit der Zeit an Stabilität verliert. Die Messgenauigkeit bleibt damit über die Lebensdauer der Anwendung stabil, ohne Nachjustierung.
Bewegungsmuster erkennen, Wartung planen
Zusätzlich zum Winkelsignal schätzen die Algorithmen die mechanische Lage des Magnetgebers. Damit werden Positionsänderungen und zunehmendes Lagerspiel messbar, bevor sie die Messgenauigkeit beeinträchtigen. Diese Informationen lassen sich für vorausschauende Wartung (Predictive Maintenance) nutzen.
Verfügbarkeit und Integration
Die KI-Modelle laufen auf der Sensorelektronik und sind heute für lagerlose Drehgeber mit CAN-Schnittstelle verfügbar. Umgesetzt ist die Technologie im Vert-X 32E. Für weitere Baugrössen, Magnetgeber und Schnittstellen sprechen Sie uns an.
Ihre Vorteile mit der KI-Technologie auf einen Blick
- Nichtlinearität ≤ 0.3 % FS über den gesamten Toleranzbereich: radialer Versatz bis R = 4 mm und Verkippung bis 2° des Magnetgebers
- Grössere Freiheiten bei Konstruktion und Montage, geringere Anforderungen an Fertigungs- und Montagetoleranzen
- Sensortausch im Feld mit Standardwerkzeug, das Ausrichten entfällt
- Laufende Kompensation mechanischer Veränderungen im Betrieb
- Erkennung von Positionsänderungen und Lagerspiel als Datenbasis für Predictive Maintenance
Möchten Sie mehr über die Integration unserer KI-Technologie in Ihre Systemarchitektur erfahren?
Wo stossen Sie heute an Toleranzgrenzen? Unsere Spezialisten unterstützen Sie gerne bei der optimalen Auslegung für Ihre Anwendung.
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